{"id":937,"date":"2020-07-07T11:43:12","date_gmt":"2020-07-07T09:43:12","guid":{"rendered":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/?p=937"},"modified":"2020-07-01T15:43:57","modified_gmt":"2020-07-01T13:43:57","slug":"digitalisierung-und-die-veraenderung-der-arbeitswelt-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/digitalisierung-und-die-veraenderung-der-arbeitswelt-teil-ii\/","title":{"rendered":"Digitalisierung und die Ver\u00e4nderung der Arbeitswelt: Teil II"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ein Blick in die Geschichte kann hilfreich sein, um aktuelle Situationen und zuk\u00fcnftige Entwicklungen einzusch\u00e4tzen. In meiner Beitragsreihe zur Digitalisierung der Arbeitswelt, m\u00f6chte ich heute gemeinsam mit Ihnen diesen Blick wagen.<!--more--><\/p>\n<h2>2. Teil \u2013 Im Wandel der Zeit<\/h2>\n<h3><\/h3>\n<h3><strong>Marketing und die Generationen<\/strong><\/h3>\n<p>Marketingverantwortliche teilen Kunden gern in Generationen ein. Sie definieren eine gro\u00dfe Gruppe von Menschen, die als Altersgruppe in der Gesellschaft sowie aufgrund einer gemeinsamen Pr\u00e4gung durch historische oder kulturelle Erfahrungen eine zeitbezogene \u00c4hnlichkeit haben. So kommt es, dass ich zur Generation der <strong>&#8222;Baby-Boomer&#8220;<\/strong> geh\u00f6re. Die Zeitspanne der Baby-Boomer (ca. 1950 bis 1964) zeichnet sich per Definition durch starken wirtschaftlichen Aufschwung mit hohen Wachstumsraten aus. Es ist die Generation mit den h\u00f6chsten Geburtenzahlen (bis zum sogenannten \u201ePillenknick\u201c ab 1964). In ihre Zeit fallen die Friedens- und die Umweltbewegung. Wirtschaftlich waren nur wenige Krisen (\u00d6lkrise) zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>W\u00e4re ich ein Jahr sp\u00e4ter geboren, w\u00e4re ich Teil der <strong>&#8222;Generation X&#8220;<\/strong> (1965 \u2013 1980), die unter anderem durch gro\u00dfen technischen Fortschritt gepr\u00e4gt wurde. Um nicht zu verwirren \u2013 das Internet spielt hier noch keine Rolle. Ich geh\u00f6re als Baby-Boomer nicht zu denen, die die digitale Technik mit der Muttermilch aufgesogen haben. Die Technik, mit der ich aufgewachsen bin, hie\u00df Festnetztelefon (mit W\u00e4hlscheibe), Fernseher (noch in S\/W) und etwas sp\u00e4ter Walkman. Der wurde mit Musikkassetten best\u00fcckt, die oft genug einen Bandsalat produzierten (die j\u00fcngeren LeserInnen, m\u00f6gen an dieser Stelle googeln, wenn sie mit dem Begriff \u201eBandsalat\u201c nichts anfangen k\u00f6nnen \u2013 Wikipedia h\u00e4lt tats\u00e4chlich eine Erkl\u00e4rung bereit).<\/p>\n<p>Die <strong>&#8222;Generation Z<\/strong>&#8220; wiederum, ab 1997 Geborene, auch <strong>&#8222;Digital Natives&#8220;<\/strong> genannt, sind diejenigen, die mit Internet und mobilen Ger\u00e4ten aufgewachsen sind. Entsprechende Vorteile im Umgang mit digitaler Technik darf man voraussetzen. Aber ist diese Generation deswegen f\u00fcr die Ver\u00e4nderungen der Zukunft psychisch und fachlich ger\u00fcstet?<\/p>\n<h3><strong>Industrie 1.0 bis 4.0<\/strong><\/h3>\n<p>Der Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert folgte die Industrialisierung durch maschinelle Massenproduktion. Arbeit fand nicht mehr nur auf dem Acker oder im Handwerk statt, sondern verlagerte sich in die Fabriken.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung der Elektrizit\u00e4t als Antriebskraft zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Startschuss f\u00fcr die zweite industrielle Revolution. Mit den ersten Automobilen ab dem fr\u00fchen 20. Jahrhundert wurde die Arbeit in den Produktionshallen stetig weiter automatisiert. Die Fabrikhallen produzierten per Flie\u00dfband Motoren in Rekordzeit und den Menschen wurde weitere Arbeit abgenommen. Ebenso wurde die Herstellung von Kleidung, Rohstoffen und Lebensmitteln automatisiert betrieben. Der Verkehr entwickelte sich weiter, indem erstmals \u00fcber Kontinente hinweg transportiert wurde. Die Luftfahrt nahm ihren Betrieb auf und die Weltmeere wurden per Schiff \u00fcberquert.<\/p>\n<p>Ab den 1970er Jahren startete die dritte Industrielle Revolution. Hier stand die weitere Automatisierung durch Elektronik und IT im Fokus. Nach den gro\u00dfen Rechenmaschinen begr\u00fcndete nun der Personal-Computer f\u00fcr B\u00fcro und Haushalt einen neuen Industriezweig. Sp\u00e4testens in dieser Zeit entwickelte sich die Bedarfsdeckungsgesellschaft zur Bedarfsweckungsgesellschaft. Die Werbung l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Nach \u201edrei\u201c kommt \u201evier\u201c. Arbeitssoziologisch befinden wir uns in der vierten Industriellen Revolution. Vereinfacht l\u00e4sst sich sagen, wir leben in der Zeit der Digitalisierung fr\u00fcherer analoger Techniken und der Integration k\u00fcnstlicher Intelligenz in den Alltag und in die Arbeitswelt. Die Politik kreierte daf\u00fcr den Begriff Industrie 4.0.<\/p>\n<h3><strong>Was ver\u00e4ndert sich 2020 mit Corona?<\/strong><\/h3>\n<p>In diese Zeit der Digitalisierung, die unser Leben und unsere Arbeit in den n\u00e4chsten Jahrzehnten weiter elementar ver\u00e4ndern wird, schl\u00e4gt Corona ein wie der Blitz in die Scheune. Es ist gut m\u00f6glich, dass beginnend mit 2020 eine neue Generation benannt werden muss. Nennen wie sie die \u201eGeneration C\u201c.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte sich dabei um Menschen handeln, bei denen als Baby und Kleinkind die ersten Grundimmunisierungen und die sp\u00e4ter folgenden Mehrfachimpfungen (Tetanus, Kinderl\u00e4hmung etc.) um die Impfung gegen Corona aufgestockt werden. Ein Thema mit genug Sprengstoff, um eine Nation zu spalten, sollte die Impfung gesetzlich auferlegt werden. Oder es k\u00f6nnte sich dabei um Menschen handeln, die es immer gewohnt sein werden, in der \u00d6ffentlichkeit eine Maske zu tragen \u2013 ein trauriges Szenario, wie ich finde. Es k\u00f6nnten Menschen sein, bei denen die Kommunikation im Berufsleben nur noch \u00fcber Online-Videokonferenzen und Webinare stattfindet. Unabh\u00e4ngig davon, ob sie zuhause im Home-Office sitzen oder im B\u00fcro. Die m\u00f6glichen Szenarien sind vielf\u00e4ltig.<\/p>\n<p>Bereits vor acht Jahren habe ich mir f\u00fcr meinen Laptop privat eine Kamera zugelegt, um mit meiner damaligen Freundin \u00fcber das Internet zu skypen, mit dem Vorteil sie nun auch sehen zu k\u00f6nnen, als sie sich auf einer l\u00e4ngeren Schiffsreise befand. Aber hat sich diese Art von Technik und Kommunikation in der Arbeitswelt bei den Firmen auf dieser Welt bis heute durchgesetzt? In meiner Arbeitswelt seitdem nicht. Nicht in der Breite. Nicht in Deutschland. Noch im vergangenen Jahr habe ich in einem Radiointerview mit einem Firmeninhaber aus der Eifel geh\u00f6rt, dass sein Unternehmen ab mittags nicht mehr in der Lage sei, gr\u00f6\u00dfere Dateien \u00fcber das Internet zu versenden, weil Sch\u00fcler dann aus dem Unterricht k\u00e4men und das Datenvolumen f\u00fcr das Surfen im Netz f\u00fcr sich beanspruchten. Das sagt einiges.<\/p>\n<p>In letzter Zeit, angetrieben durch Corona, kommunizieren wir \u00fcber Plattformen wie Zoom, Blizz oder Edudip. Die amerikanische Firma Zoom Video Communications, ein Softwareunternehmen mit Sitz im kalifornischen San Jos\u00e9, erh\u00f6hte w\u00e4hrend der Pandemie ihre Nutzerzahl von 10 Millionen im Dezember 2019 auf \u00fcber 200 Millionen monatliche Nutzer im M\u00e4rz 2020. Dadurch stieg auch der Wert der Aktie des Unternehmens auf mehr als 40 Milliarden US-Dollar und hatte im April 2020 einen gr\u00f6\u00dferen B\u00f6rsenwert erzielt, als die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Fluggesellschaften dieser Welt zusammen.<\/p>\n<p>Firmen wie Google, Amazon oder Twitter nutzen die Zeit von Corona dazu, interne Abl\u00e4ufe umzugestalten und einen Gro\u00dfteil der Mitarbeiter bis mindestens Ende 2020 im Home-Office zu lassen. Funktioniert dies gut, wird das nicht mehr zur\u00fcckgedreht.<\/p>\n<p>In Deutschland kommt die Digitalisierung jetzt erst richtig an. Und damit meine ich nicht den K\u00fchlschrank, der eigenst\u00e4ndig feststellt, dass die Milch leer ist und automatisch eine Bestellung an den Supermarkt sendet, der dann wiederum automatisch am n\u00e4chsten Morgen zwei Liter Milch anliefert. Ich meine Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir uns darauf verlassen, dass die Politik die richtigen und mutigen Entscheidungen trifft? Es ist nicht popul\u00e4r und birgt ein gewisses Risiko als Politiker unangenehme Themen auf die Agenda zu setzen. Die L\u00f6sung f\u00fcr Sie selbst besteht jedenfalls sicher nicht darin, darauf zu warten, dass aktuell vieldiskutierte Themen wie ein \u201eBedingungsloses Grundeinkommen\u201c seitens der Politik auf den Weg gebracht werden.<\/p>\n<p>Was Sie aber selbst tun k\u00f6nnen: Verschlie\u00dfen sie nicht die Augen vor neuer Technik, nur weil man sie anfangs nicht versteht oder sie vielleicht keinen Spa\u00df macht. Befassen Sie sich mit digitalen Technologien, probieren Sie Neues aus. Haben Sie den Mut, den Weg mitzugehen. Die Geschichte zeigt \u2013 es gibt nur die eine Richtung.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1588690545531{background-color: #d6d6d6 !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;849&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor:<\/strong> Werner Dressler startete als Jobcoach bei der TERTIA in Bergheim und ist in gleicher Funktion seit Februar 2020 bei der TERTIA in D\u00fcsseldorf t\u00e4tig. Sein Berufsleben ist gepr\u00e4gt durch Beratert\u00e4tigkeiten in den Bereichen Vertrieb und im Marketing. \u00dcber zw\u00f6lf Jahre war er als selbst\u00e4ndiger Agenturleiter t\u00e4tig. Im Talentcenter ber\u00e4t Herr Dressler Menschen bei Ihrer Berufs- und Karriereplanung. Seine Schwerpunkte: Bewerbungscoaching, Selbstpr\u00e4sentation und Kommunikation.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ein Blick in die Geschichte kann hilfreich sein, um aktuelle Situationen und zuk\u00fcnftige Entwicklungen einzusch\u00e4tzen. 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