{"id":911,"date":"2020-06-22T14:24:15","date_gmt":"2020-06-22T12:24:15","guid":{"rendered":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/?p=911"},"modified":"2020-07-03T08:50:16","modified_gmt":"2020-07-03T06:50:16","slug":"digitalisierung-und-die-veraenderung-der-arbeitswelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/digitalisierung-und-die-veraenderung-der-arbeitswelt\/","title":{"rendered":"Digitalisierung und die Ver\u00e4nderung der Arbeitswelt: Teil I"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]\u201eDurch die Digitalisierung stehen wir vor einem radikalen Umbau unserer Gesellschaft, der tiefe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird.\u201c \u00c4u\u00dferungen dieser Art h\u00f6ren oder lesen wir h\u00e4ufig von Soziologen, Wissenschaftlern, Arbeitsmarktforschern oder sonstigen Vordenkern unserer Gesellschaft. Und sie verunsichern uns, zumal wir zus\u00e4tzlich im Alltag von den Restriktionen und auferlegten Regeln der Corona-Krise geplagt werden.<!--more--><\/p>\n<p>Die Entwicklungen der letzten Monate und Wochen habe ich zum Anlass genommen, mich nochmals intensiv mit dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt zu besch\u00e4ftigen und m\u00f6chte Sie gerne mit diesem Blogbeitrag an meinen Gedanken teilhaben lassen.<\/p>\n<h2>Teil I: Die n\u00e4chsten Jahrzehnte<\/h2>\n<h3><strong>Was hei\u00dft eigentlich Digitalisierung?<\/strong><\/h3>\n<p>Der Begriff \u201eDigitalisierung\u201c meint nicht immer das Gleiche. In der Politik geht es darum, Glasfaserkabel in abgelegenen Gegenden der Republik zu verlegen oder einfach nur die Schulen mit dringend notwendiger digitaler Technik zu versorgen. Es verwundert, dass in keiner Bezeichnung eines der vierzehn Ministerien der Bundesrepublik Deutschland der Begriff \u201eDigitalisierung\u201c vorkommt. Das Thema, eines der wichtigen unserer Zukunft, wird auf unterschiedliche Ministerien, wie \u201eBildung und Forschung\u201c oder \u201eVerkehr\u201c verteilt, in diesen werden aber unterschiedliche Interessen verfolgt.<\/p>\n<p>Eine Studie der Universit\u00e4t Oxford mit dem Namen \u201e\u00dcber die Zukunft der Arbeit\u201c kam zu folgendem Ergebnis: In den n\u00e4chsten 20 bis 25 Jahren wird jeder zweite Job in seiner heutigen Auspr\u00e4gung wegfallen. Wenn dies stimmt, sollte da ein eigenes Ministerium f\u00fcr Digitalisierung nicht notwendig sein? Reicht da eine \u201eBeauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Digitalisierung\u201c in Person der Staatsministerin Dorothee B\u00e4r wirklich aus? Mir scheint es, dass sich Deutschland hier noch im Dornr\u00f6schenschlaf befindet. Was meinen Sie?<\/p>\n<h3><strong>Leben in der digitalen Welt<\/strong><\/h3>\n<p>Denn ich bin \u00fcberzeugt, dass die digitale Welt l\u00e4ngst bei den Menschen angekommen ist. Wir nutzen sie \u00fcber unsere Smartphones, als wenn es nie anders gewesen w\u00e4re. Wir checken st\u00fcndlich die neusten News, teilen Bilder, kaufen ein, chatten oder buchen uns eine Reise (jedenfalls haben wir das vor Corona getan). Diejenigen, die wollen und k\u00f6nnen, steuern Ihre \u201eHaustechnik\u201c wie Heizung oder Kaffeemaschine \u00fcber eine App vom B\u00fcro aus. T\u00e4glich schauen wir im Durchschnitt 200-mal auf das Display und richten gr\u00f6\u00dftenteils unser Leben danach aus. Anderes Beispiel: Wir halten unsere Brieftasche an einen Bezahlterminal im Gesch\u00e4ft und tragen die Ware davon. Und das ist erst der Anfang.<\/p>\n<p>Sehr weit sind Forschung und Industrie im Bereich \u201eAutonomes Fahren\u201c. Geht man von einer stetigen Weiterwicklung aus, stellt sich die Frage, ob in einigen Jahren ein Student als Taxifahrer noch etwas dazuverdienen k\u00f6nnen wird. Firmen, nicht nur in skandinavischen L\u00e4ndern, pflanzen Ihren Mitarbeitern \u2013 nat\u00fcrlich mit deren Zustimmung \u2013 kleine Chips unter die Haut. Diese dienen der Zeiterfassung oder geben den Zugang zu R\u00e4umlichkeiten im Firmengel\u00e4nde frei, in die nur Freigabeberechtigte d\u00fcrfen. Wer kennt nicht aus James-Bond-Filmen die Identifizierung von Personen durch Laserscan der Linse im Auge. Zukunftsmusik? Die automatische Gesichtserkennung, die mein Smartphone bereits als Funktion anbietet, ist technisch l\u00e4ngst ausgereift und k\u00f6nnte auch f\u00fcr die Identifizierung von Personen bei Kontrollen eingesetzt werden. Nicht nur bei der Terrorismusbek\u00e4mpfung. Der Personalausweis degradiert in der Zukunft zu einem Relikt der Vergangenheit. Hatte ich schon das Bezahlen mit Crypto-W\u00e4hrungen erw\u00e4hnt?<\/p>\n<h3><strong>Welche Fragen stehen an?<\/strong><\/h3>\n<p>Aber nun genug der Horrorszenarien. Corona reicht uns doch schon. Die Fragen der Zukunft bez\u00fcglich der Ver\u00e4nderungen unserer Arbeitswelt werden durch Corona befeuert. Und das ist gut. Denn es ben\u00f6tigt dringend Antworten auf Fragen, die uns doch alle besch\u00e4ftigen:<\/p>\n<ul>\n<li>Zerst\u00f6ren Algorithmen und Roboter zuk\u00fcnftig millionenfach unsere Jobs oder befreit uns k\u00fcnstliche Intelligenz von m\u00fchseliger Arbeit und schenkt uns Raum f\u00fcr Mu\u00dfe und Kreativit\u00e4t?<\/li>\n<li>Bedroht das umfangreiche Sammeln und Auswerten von Daten unsere Demokratie und Meinungsfreiheit oder k\u00f6nnen wir Dank \u201eBig Data\u201c in der Zukunft Naturkatastrophen verhindern und Krankheiten schneller heilen?<\/li>\n<li>Konzentriert sich alles Kapital zuk\u00fcnftig in den H\u00e4nden weniger Digitalkonzerne und erlangen diese immer mehr Macht oder erfinden wir Dank der Digitalisierung Wirtschaftsmodelle, in denen alle teilhaben und profitieren?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nie waren Antworten auf diese Fragen wichtiger als heute.<\/p>\n<h3><strong>Zur\u00fcck zum \u201eNormalzustand\u201c?<\/strong><\/h3>\n<p>Eins ist klar: Jetzt ist die Zeit zu reagieren und die Weichen neu zu stellen. Und Corona? Macht den n\u00f6tigen Dampf im Kessel. Nat\u00fcrlich gilt es jetzt von Seiten der Politik zuerst eine Krise zu meistern. Das steht im Vordergrund aller Bem\u00fchungen. Die Arbeitswelt \u00e4chzt und der Privatmensch auch. Als Optimist sieht man in diesen Wochen die Lichter am Ende des Tunnels. Der Impfstoff wird hoffentlich bald da sein und alles wird wieder \u201enormal\u201c. Oder nicht? Ist das Zur\u00fcck zum alten Zustand wirklich das Ziel?<\/p>\n<p>Ich wiederhole das Ergebnis der Oxford Studie: \u201eIn den n\u00e4chsten 20 &#8211; 25 Jahren wird jeder zweite Job in seiner heutigen Auspr\u00e4gung wegfallen\u201c. Aussagen des Philosophen und Bestsellerautors Richard David Precht, der momentan medial sehr h\u00e4ufig zu sehen ist, decken sich mit dem Ergebnis der Studie. Seine Sch\u00e4tzung zur Ver\u00e4nderung der Arbeitswelt in den n\u00e4chsten zwei Jahrzehnten durch die Digitalisierung: In der Automobilbranche wird samt Zulieferindustrie die Besch\u00e4ftigungszahl von jetzt zwei Millionen Menschen (Deutschland und \u00d6sterreich) auf 200.000 Besch\u00e4ftige schrumpfen. Branchen wie Banken, Versicherungen und das Rechtswesen halbieren die Zahl ihrer Besch\u00e4ftigten. Computersysteme mit k\u00fcnstlicher Intelligenz werden nicht krank und fahren auch nicht in Urlaub. Das klingt zynisch, ist aber so.<\/p>\n<p>Wer taktisch agiert, tut das, was f\u00fcr Ihn situativ am besten ist. Wer strategisch handelt, sucht sich ein Ziel und \u00fcberlegt, welche Schritte notwendig sind, um dahin zu gelangen. Bleibt die Frage, welchen Weg man w\u00e4hlt. Und diese Entscheidungen stehen nicht nur f\u00fcr die Politik, sondern wahrscheinlich auch f\u00fcr Sie selbst an. Wie werden Sie aktiv? Und wie passen Sie Ihre berufliche Ausrichtung den gesellschaftlichen Entwicklungen an? Es lohnt sich dar\u00fcber nachzudenken.<\/p>\n<p>Auch ich bleibe an dem Thema dran und werde in weiteren Blogbeitr\u00e4gen in den n\u00e4chsten Wochen einen Blick zur\u00fcck in die Geschichte der Arbeitswelt wagen. Sie sind herzlich eingeladen in diesem Blog dabei zu sein![\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1588690545531{background-color: #d6d6d6 !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;849&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor:<\/strong> Werner Dressler startete als Jobcoach bei der TERTIA in Bergheim und ist in gleicher Funktion seit Februar 2020 bei der TERTIA in D\u00fcsseldorf t\u00e4tig. Sein Berufsleben ist gepr\u00e4gt durch Beratert\u00e4tigkeiten in den Bereichen Vertrieb und im Marketing. \u00dcber zw\u00f6lf Jahre war er als selbst\u00e4ndiger Agenturleiter t\u00e4tig. Im Talentcenter ber\u00e4t Herr Dressler Menschen bei Ihrer Berufs- und Karriereplanung. Seine Schwerpunkte: Bewerbungscoaching, Selbstpr\u00e4sentation und Kommunikation.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]\u201eDurch die Digitalisierung stehen wir vor einem radikalen Umbau unserer Gesellschaft, der tiefe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird.\u201c \u00c4u\u00dferungen dieser Art h\u00f6ren oder lesen wir h\u00e4ufig von Soziologen, Wissenschaftlern, Arbeitsmarktforschern oder sonstigen Vordenkern unserer Gesellschaft. 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