{"id":1381,"date":"2023-02-04T16:18:57","date_gmt":"2023-02-04T15:18:57","guid":{"rendered":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/?p=1381"},"modified":"2023-07-31T09:16:41","modified_gmt":"2023-07-31T07:16:41","slug":"das-anschreiben-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/das-anschreiben-teil-ii\/","title":{"rendered":"Das Anschreiben: Teil II"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im letzten Blogbeitrag war die Rede von den verschiedenen Sinnabschnitten, in die ein Bewerbungsanschreiben typischerweise gegliedert ist. Diese werden wir uns nun der Reihe nach n\u00e4her anschauen. Zur Erinnerung: Jeder dieser Abschnitte (die im Anschreiben auch Abs\u00e4tzen entsprechen) hat eine bestimmte Funktion und eine Art gedankliche \u00dcberschrift.<!--more--><\/p>\n<p>Bevor wir zu den Inhalten der einzelnen Abschnitte kommen, m\u00f6chte ich etwas zum \u201epers\u00f6nlichen Schreibstil\u201c loswerden: Jede:r von uns hat eine bestimmte Art und Weise, wie er oder sie sich ausdr\u00fcckt. Diese unverwechselbare Art macht uns aus und ist ein Teil unserer Identit\u00e4t, egal ob wir sprechen oder schreiben. Dabei dr\u00fcckt man sich in der Schriftsprache etwas formeller aus, vor allem, wenn man den\/die Empf\u00e4nger:in der Botschaft nicht kennt. Nichtsdestotrotz erkennt ein:e Leser:in einen typischen Stil, der mit unserer Pers\u00f6nlichkeit korrespondiert. Ein offener und lockerer Mensch mit viel Humor dr\u00fcckt sich anders aus als ein zur\u00fcckhaltender, sehr korrekter und an ernsthaften Themen interessierter Mensch (nur um einmal zwei kontrastierende Stereotype zu nennen). Und das soll ja auch so sein, denn Erste:r ist zu etwas Anderem berufen als Letztere:r!<\/p>\n<p>Auch die Position und die Branche, in der Sie sich bewerben, spielt eine Rolle: Zu einem Astrophysiker passt eine andere Sprache als zu einer Eventmanagerin; zu einer Sporttrainerin, die Menschen motivieren soll, etwas anderes als zu einem Buchhalter, der korrekte Zahlen liefern soll usw. All diese Dinge k\u00f6nnen, sollen und d\u00fcrfen sich in Ihrem Schreibstil widerspiegeln.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man noch sehr viel mehr \u00fcber den Schreibstil sagen, \u00fcber gutes und verst\u00e4ndliches Deutsch, \u00fcber die Wortwahl und auch \u00fcber \u201eschlechten\u201c Stil \u2013 das w\u00fcrde hier aber zu weit f\u00fchren. Wichtig ist, dass Sie unverwechselbar sein d\u00fcrfen, denn: Es geht nicht darum, es irgendwem recht zu machen, sondern darum, dass Sie sich m\u00f6glichst authentisch einem zuk\u00fcnftigen Arbeitgeber zeigen.<\/p>\n<h3><strong>Absatz 1: \u201eWarum ich mich hier bewerbe \u2013 ich will Ihr Interesse wecken\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>Wie also geschickt beginnen? Der erste Absatz sollte zum Weiterlesen anregen und bereits wichtige Informationen enthalten. Denken Sie dabei daran, dass bestimmte Informationen bereits bekannt sind, wenn man zu lesen beginnt: Da w\u00e4re vor allem die Tatsache, dass Sie sich bewerben und auf was (steht n\u00e4mlich im Betreff). Das muss also nicht erw\u00e4hnt werden. Der Satz \u201eHiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als\u2026.\u201c ist v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig. Nutzen Sie den Platz lieber f\u00fcr wichtigere Informationen. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie sind Sie auf die Stelle aufmerksam geworden?<\/li>\n<li>Wie gef\u00e4llt Ihnen das Unternehmen oder die Branche?<\/li>\n<li>Warum wollen Sie bei diesem Arbeitgeber arbeiten?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da viele Arbeitgeber auswerten, woher die Bewerber:innen von der Stelle wissen, macht es Sinn, hier zu erw\u00e4hnen, wie Sie auf die Stelle aufmerksam geworden sind, vor allem bei Empfehlungen (es sei denn, diese Information findet sich schon im Betreff, was ich Ihnen in den meisten F\u00e4llen empfehlen w\u00fcrde). Von Vorteil kann es an dieser Stelle z. B. auch sein, wenn Sie sich hier auf ein zuvor gef\u00fchrtes Telefonat beziehen k\u00f6nnen. Beginnen Sie beispielsweise mit \u201eVielen Dank f\u00fcr das freundliche Telefonat vom Montag&#8230;\u201c. Im Idealfall erinnert sich Ihr:e Gespr\u00e4chspartner:in und hat schon einen Eindruck von Ihnen, der sich jetzt durch Ihr Anschreiben best\u00e4tigen soll.<\/p>\n<p>Schreiben Sie, warum Sie das Unternehmen interessant finden, hier d\u00fcrfen gerne auch pers\u00f6nliche Beweggr\u00fcnde hin, z. B. dass Sie von einem Produkt des Unternehmens begeistert sind, seine Politik der Nachhaltigkeit sch\u00e4tzen, sein internationales Ansehen usw. Das kann sich auch auf die Branche beziehen, z. B. suchen Sie sich einen Arbeitgeber aus dem sozialen Bereich, weil Sie gerne mit Menschen arbeiten usw.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr diesen Absatz ist, dass Sie vermitteln k\u00f6nnen, dass Sie und das Unternehmen gut zusammenpassen und Ihre Mitarbeit einen Gewinn f\u00fcr das Unternehmen bedeuten w\u00fcrde. Es sollte der Eindruck entstehen, dass Sie beide einen \u201eguten Deal\u201c machen, wenn Sie zusammenfinden, also eine \u201eWin-Win-Situation\u201c entstehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Absatz des Anschreibens geht es um die fachliche Eignung. Wie thematisieren wir hier am besten unsere Qualifikationen und passende Berufserfahrung? Das wird Gegenstand des n\u00e4chsten Blogbeitrags sein.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1588690545531{background-color: #d6d6d6 !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;848&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber die Autorin:<\/strong> Karla Klose leitet die D\u00fcsseldorfer Niederlassung der TERTIA. Die Wirtschaftswissenschaftlerin mit \u00fcber zwanzigj\u00e4hriger Schulungs- und Coachingerfahrung setzt auf individuelles und fallbezogenes Bewerbungscoaching. Sich mit der eigenen \u201eBe-Werbung\u201c wohlzuf\u00fchlen und damit authentisch r\u00fcberzukommen, ist Ihrer Meinung nach eine wichtige Voraussetzung daf\u00fcr, selbstbewusst und erfolgreich zu sein. Ihr Schwerpunktthema ist die Kommunikationspsychologie, die im Bereich der Selbstvermarktungsstrategien immer wieder wichtiges Anwendungswissen bietet.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im letzten Blogbeitrag war die Rede von den verschiedenen Sinnabschnitten, in die ein Bewerbungsanschreiben typischerweise gegliedert ist. Diese werden wir uns nun der Reihe nach n\u00e4her anschauen. 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