{"id":1247,"date":"2021-07-13T07:30:58","date_gmt":"2021-07-13T05:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/?p=1247"},"modified":"2021-07-23T13:19:54","modified_gmt":"2021-07-23T11:19:54","slug":"na-dann-erzaehlen-sie-doch-mal-etwas-ueber-sich-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/na-dann-erzaehlen-sie-doch-mal-etwas-ueber-sich-teil-ii\/","title":{"rendered":"\u201eNa dann erz\u00e4hlen Sie doch mal etwas \u00fcber sich&#8220;: Teil II"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]In<a href=\"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/na-dann-erzaehlen-sie-doch-mal-etwas-ueber-sich\/\"> meinem vorherigen Blog-Beitrag<\/a> hatte ich davon geschrieben, dass die Arbeitgeber-Aufforderung zur Vorstellung bzw. zur Selbstpr\u00e4sentation zu den wichtigsten Kriterien f\u00fcr die Entscheidung des Arbeitgebers geh\u00f6rt. Schneiden Sie hier schlecht ab, wird es schwer, sich durchzusetzen.<!--more-->\u00a0 Wenn die Pr\u00e4sentation an dieser Stelle nicht gut gelingt, merken Sie das selber als erstes, werden vielleicht unsicher und tragen diese Unsicherheit eventuell den Rest des Gespr\u00e4ches mit sich. Das ist nicht gut.<\/p>\n<p>Daher sollten Sie Ihre Selbstpr\u00e4sentation unbedingt trainieren. Nicht einmal, nicht f\u00fcnfmal. Nein, trainieren Sie das solange, bis man Sie nachts um drei aus dem Schlaf r\u00fctteln kann, Ihnen in Ihre verschlafenen Ohren das Wort \u201eSelbstpr\u00e4sentation\u201c fl\u00fcstert und Sie diese schlaftrunken und noch mit geschlossenen Augen, aber auf den Punkt genau vortragen k\u00f6nnen. Sie merken, worauf ich mit dieser kleinen \u00dcbertreibung hinaus will.<\/p>\n<p>Jetzt zur Praxis. Ich gebe Ihnen hier, wie angek\u00fcndigt, einige Leitlinien an die Hand. Benutzen Sie meine Hinweise aber bitte nur, wenn diese f\u00fcr Sie schl\u00fcssig und logisch sind. Wichtig: Es sollte ein \u201eroter Faden\u201c und Ihre Motivation erkennbar sein. Hier nun die Leitlinien:<\/p>\n<h3><strong>Dauer<\/strong><\/h3>\n<p>Die Selbstpr\u00e4sentation sollte ungef\u00e4hr 90 Sekunden dauern. Trainieren Sie das mit Stoppuhr, Aufnahmeger\u00e4t, Trainingspartner und\/oder Spiegel. Denken Sie daran, dass die Konzentration von Zuh\u00f6rern begrenzt ist, vor allem, wenn Sie beginnen sich in Details zu verlieren. Der Arbeitgeber sollte wahrnehmen, dass Sie in der Lage sind, Aufgabenstellungen knapp und pr\u00e4zise zu erledigen. Schweifen Sie aus und kommen vom H\u00f6lzchen aufs St\u00f6ckchen, l\u00e4sst das den Schluss zu, dass Sie Ihre Arbeit genauso langatmig ausf\u00fchren. Finden Sie also auch bei Zwischenfragen nach kurzer Antwort wieder schnell zur\u00fcck zu Ihrer eigentlichen Aufgabenstellung. Ich kenne Recruiter*innen, die Zwischenfragen genau aus dem gerade genannten Grund stellen.<\/p>\n<h3><strong>Einstieg<\/strong><\/h3>\n<p>Zum Einstieg keinen Namen und kein Alter nennen. Der Arbeitgeber wei\u00df, wer Sie sind. Beginnen Sie mit der Schullaufbahn nur, wenn Sie sich damit die erweiterte Chance f\u00fcr Ihren Werdegang geschaffen haben. Waren Sie auf der Hauptschule und haben die Fachoberschulreife nachgeholt, sagen Sie, dass Ihnen die Hauptschule nicht genug war. Waren Sie auf der Realschule und haben das Abitur nachgeholt oder die Fachhochschulreife, sagen Sie auch hier \u201ees war mir nicht genug, ich wollte mehr erreichen\u201c. Ebenso wenn Sie nach dem Bachelor noch den Master in einem etwas anderen Bereich nachgelegt haben.<\/p>\n<p>Schildern Sie, dass Ihre Berufsausbildung (Ausbildung oder Studiengang), f\u00fcr Sie genau das Thema beinhaltete, f\u00fcr das sie sich bereits schon als Jugendlicher total interessiert haben. <em>Beispiel: \u201eIch war schon als Junge von Technik begeistert und habe alle m\u00f6glichen Ger\u00e4te zusammengeschraubt. Da war es nur logisch, dass ich Maschinenbau studiert habe\u201c.<\/em> Aber Achtung! Wenn das nicht wirklich so war, besteht hierbei die Gefahr, dass Sie das nicht richtig r\u00fcberbringen und Ihre Authentizit\u00e4t verlieren. Dann lassen Sie dies besser weg.<\/p>\n<h3><strong>Berufsstationen<\/strong><\/h3>\n<p>Bitte die einzelnen Stationen des Berufslebens kurz halten (Sie erinnern sich, Sie haben nur 90 Sekunden Zeit). Wenn Sie T\u00e4tigkeiten nennen \u2013 was oft gar nicht sein muss \u2013 nennen Sie nur T\u00e4tigkeiten, die direkt mit der Stelle zu tun haben. Alles andere ist nicht zielgerichtet. Im \u00fcbertragenden Sinne, hilft es nicht wirklich, wenn Sie davon berichten ein Top-Verteidiger zu sein, wenn der Arbeitgeber einen St\u00fcrmer sucht, der Tore schie\u00dfen soll.<\/p>\n<p><em>Beispiel: \u201eDann war ich bei Firma XY und habe dort als Projektleiter ein Team von 6 Personen gef\u00fchrt. Das war eine tolle Sache, das m\u00f6chte ich wieder machen\u201c.<\/em> Das trifft den Punkt, wenn Sie sich z. B. auf eine Projektleitungsstelle mit Personalverantwortung bewerben, bei der Sie ein kleines Team f\u00fchren sollen. Sie m\u00fcssen das Projekt selber hier nicht detailliert beschreiben. Will das noch jemand genauer wissen, kann er Sie sp\u00e4ter fragen.<\/p>\n<h3><strong>Kein Bezug zur Stelle<\/strong><\/h3>\n<p>Oft gibt es Stationen im Werdegang (Ausbildung, Studium oder Berufe), die keinen Bezug zu der Stelle haben, auf die Sie sich bewerben. Schauen Sie, ob Sie diese weglassen k\u00f6nnen. Pr\u00fcfen Sie, wie das wirkt und ob nicht eventuell zu gro\u00dfe Spr\u00fcnge in der Biografie entstehen. K\u00f6nnen Sie Positionen aus einem gewissen Grund nicht weglassen, erkl\u00e4ren Sie, dass Sie das \u201edamals\u201c zwar bewusst gemacht haben, vieles dabei auch gut war und Sie einiges gelernt haben, aber dass es am Ende doch nicht ma\u00dfgeblich f\u00fcr Ihre berufliche Zukunft war. Manchmal ist es tats\u00e4chlich so, dass einem die Dinge erst sp\u00e4ter bewusst werden. Klingt banal, ist aber so. Fragt der Arbeitgeber nach, k\u00f6nnen Sie das genauso sagen. \u201eJa, tats\u00e4chlich wei\u00df man manchmal erst hinterher, was das Richtige ist\u201c.<\/p>\n<p>Wichtig: Kommen Sie nicht in die Position, sich rechtfertigen zu m\u00fcssen und lassen Sie dieses Gef\u00fchl gar nicht erst aufkommen. Sie k\u00f6nnen sagen: \u201eWissen Sie das war damals so, aber heute schaue ich in die Zukunft\u201c. Punkt. Gehen Sie nicht in eine direkte Diskussion. (<em>Beispiel: Arbeitgeber: \u201eJa, aber damit h\u00e4tten Sie doch noch das und das machen k\u00f6nnen.\u201c Dann sagen Sie: \u201eJa, h\u00e4tte ich. Passte aber damals nicht<\/em>\u201c). Im besten Fall l\u00e4cheln Sie freundlich bei Ihrer Antwort. Glauben Sie mir, wer diskutiert, verliert.<\/p>\n<h3><strong>H\u00e4ufige Stellenwechsel, L\u00fccken oder K\u00fcndigungen<\/strong><\/h3>\n<p>Weitere Unwohlf\u00fchl-Faktoren k\u00f6nnen h\u00e4ufige Stellenwechsel, L\u00fccken oder K\u00fcndigungen im Lebenslauf sein. Auch hier gilt: Nicht rechtfertigen. Sie verlassen sonst Ihre Position, in der Sie sich auf Augenh\u00f6he mit dem Arbeitgeber bewegen. Pr\u00e4parieren Sie sich im Vorfeld mit Formulierungen, die positiv klingen. Nat\u00fcrlich kann es sein, dass der Arbeitgeber nachfragt. Sie k\u00f6nnten sagen, (wenn es nicht zu h\u00e4ufig sein muss) \u201edass es nicht gepasst hat\u201c. Oder \u201eSie damals noch nicht genau wussten, was richtig f\u00fcr Sie ist, heute schon\u201c. Grunds\u00e4tzlich gilt, \u201edass Sie in die Zukunft schauen und nicht zur\u00fcck\u201c. Und l\u00e4cheln nicht vergessen.<\/p>\n<h3><strong>Abschluss der Selbstpr\u00e4sentation<\/strong><\/h3>\n<p>Beenden Sie Ihre Selbstpr\u00e4sentation auf gar keinen Fall mit Ihrer letzten Stelle, sondern enden Sie unbedingt mit der Gegenwart. Die Gegenwart ist genau jetzt dieser Moment. Sie f\u00fchren gerade ein Vorstellunggespr\u00e4ch. Die Formulierung k\u00f6nnte sein: \u201eDann habe ich Ihre tolle Stellenanzeige gefunden, die genau die T\u00e4tigkeit beinhaltet, die ich aus\u00fcben kann und will und in der ich mich die n\u00e4chsten Jahre sehe. Daher freue ich mich sehr \u00fcber dieses Gespr\u00e4ch und sage nochmal Dankesch\u00f6n f\u00fcr Ihre Einladung\u201c. So oder so \u00e4hnlich. Wenn Sie sich damit wohlf\u00fchlen, h\u00e4ngen Sie nahtlos an: \u201eUnd bei der Gelegenheit wollte ich Sie fragen \u2013 nur so als Feedback f\u00fcr mich \u2013 was Ihnen an meinen Bewerbungsunterlagen so gut gefallen hat, dass Sie mich eingeladen haben?\u201c Im besten Fall erkl\u00e4rt Ihnen der Arbeitgeber somit zu Beginn des Vorstellungsgespr\u00e4ches, warum er sich f\u00fcr Sie entscheiden sollte.<\/p>\n<p>Gibt es hierbei Unterschiede zwischen Pr\u00e4senzgespr\u00e4ch und Videokonferenz? Nein. F\u00fcr den Inhalt der Selbstpr\u00e4sentation nicht. In meinem n\u00e4chsten Blogbeitrag werde ich \u00fcber die letzten drei Minuten des Vorstellungsgespr\u00e4ches schreiben. Sie wollen doch ganz am Ende auch noch einen sehr guten Eindruck hinterlassen, nicht wahr?[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1588690545531{background-color: #d6d6d6 !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;849&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor:<\/strong> Werner Dressler startete als Jobcoach bei der TERTIA in Bergheim und ist in gleicher Funktion seit Februar 2020 bei der TERTIA in D\u00fcsseldorf t\u00e4tig. Sein Berufsleben ist gepr\u00e4gt durch Beratert\u00e4tigkeiten in den Bereichen Vertrieb und im Marketing. \u00dcber zw\u00f6lf Jahre war er als selbst\u00e4ndiger Agenturleiter t\u00e4tig. Im Talentcenter ber\u00e4t Herr Dressler Menschen bei Ihrer Berufs- und Karriereplanung. Seine Schwerpunkte: Bewerbungscoaching, Selbstpr\u00e4sentation und Kommunikation.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]In meinem vorherigen Blog-Beitrag hatte ich davon geschrieben, dass die Arbeitgeber-Aufforderung zur Vorstellung bzw. zur Selbstpr\u00e4sentation zu den wichtigsten Kriterien f\u00fcr die Entscheidung des Arbeitgebers geh\u00f6rt. 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