{"id":1095,"date":"2021-01-06T10:21:10","date_gmt":"2021-01-06T09:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/?p=1095"},"modified":"2021-01-14T14:11:49","modified_gmt":"2021-01-14T13:11:49","slug":"selbstvertrauen-und-selbstverantwortung-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/selbstvertrauen-und-selbstverantwortung-teil-ii\/","title":{"rendered":"Selbstvertrauen und Selbstverantwortung: Teil II"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das neue Jahr hat begonnen und viele von uns setzen in dieses Jahr gro\u00dfe Hoffnung auf eine Verbesserung. Dabei ist jetzt schon klar, dass mindestens der Jahresauftakt noch sehr schwierig werden wird. In diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich heute auf das Thema Selbstverantwortung eingehen, eine Tugend, die uns vor Entmutigung sch\u00fctzt und handeln l\u00e4sst.<!--more--><br \/>\nIn meinem<a href=\"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/selbstvertrauen-und-selbstverantwortung-hand-in-hand-zum-erfolg\/\"> letzten Blogbeitrag<\/a> habe ich mich mit dem Thema Selbstvertrauen auseinandergesetzt. Selbstvertrauen steht in engem Zusammenhang mit Selbstverantwortung und genau hier m\u00f6chte ich heute ankn\u00fcpfen.<\/p>\n<h3><strong>Selbstverantwortung \u2013 vom Opfer zum Macher<\/strong><\/h3>\n<p>Sie planen am Wochenende ein sch\u00f6nes Grillfest, laden Leute ein. Der Wetterbericht sagt Sonnenschein voraus und dann kommt es anders. Regen und Gewitter. Anderes Beispiel: Sie haben es besonders eilig auf dem Weg zum Flughafen und vor Ihnen auf der Autobahn tuckert jemand mit 85 km\/h auf der linken Spur, tr\u00e4umt gl\u00fcckselig vor sich hin und l\u00e4sst sie nicht vorbei. Lust auf ein weiteres Beispiel? Sie werden im Job mit merkw\u00fcrdigen Entscheidungen der Vorgesetzten konfrontiert, verstehen dadurch die Welt nicht mehr und f\u00fchlen sich angegriffen oder nicht genug wertgesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Bei diesen Beispielen ist es sicher m\u00f6glich und sogar verst\u00e4ndlich, wenn Sie anfangen zu schimpfen, kr\u00e4ftig loszupoltern und zu meckern. Beliebt ist es auch, sich mit Gleichbetroffenen zusammenzufinden und gemeinsam zu fluchen, sich zu beschweren und den Situationen oder den Menschen Namen zu geben, die nicht der feinen englischen Art entsprechen. Vielleicht ist dieses Handeln verst\u00e4ndlich, aber ist es auch klug?<\/p>\n<h3><strong>Nicht erf\u00fcllte Erwartungen<\/strong><\/h3>\n<p>Bei dem ersten Beispiel spricht man schnell von &#8222;Schei\u00dfwetter&#8220;, welches einem das Alibi daf\u00fcr gibt, den Wetterbericht und seine Herausgeber zu verfluchen. Und nat\u00fcrlich kann ich f\u00fcr den Moment entt\u00e4uscht sein, wenn mein Grillfest kurzfristig abgesagt werden muss. Aber begebe ich mich damit nicht in die Opferrolle? Sollte ich mich nicht besser davor h\u00fcten \u2013 schlimmstenfalls dauerhaft \u2013 ein Meckerer zu werden. Die Zeiten sind schlecht genug, als dass wir Menschen nicht Gr\u00fcnde genug daf\u00fcr h\u00e4tten, permanent Klaget\u00f6ne anzustimmen. Also Vorsicht, da rutscht man schnell rein. Mit der Opferrolle bewegen wir uns langfristig am Rande einer Demotivations- und Depressionsstrategie. Tats\u00e4chlich ist es nur Wasser, was vom Himmel f\u00e4llt, auch wenn das etwas profan klingt.<\/p>\n<p>Schauen wir einmal genauer hin. Was passiert bei den oben genannten Beispielen wirklich? Erleide ich tats\u00e4chlich Ungerechtigkeiten und Gemeinheiten von da drau\u00dfen oder werden in Wirklichkeit nur meine Erwartungen an eine Situation oder an eine andere Person nicht erf\u00fcllt? Betrachten wir die Umgangsweise mit der einzelnen Situation einmal differenziert.<\/p>\n<p>Sobald ich beginne, der Wettervorhersage, dem tuckernden Autofahrer und den Chefs eine Schuld oder gar unsch\u00f6ne Namen zu geben, begebe ich mich in diese Opferrolle und erlebe das Leben als Zumutung. Aus dieser selbst erschaffenden Opferrolle gilt es unbedingt auszusteigen, da ich sonst die Verantwortung f\u00fcr mein Erleben und Tun nicht \u00fcbernehme und es nicht schaffe, die notwendigen Ver\u00e4nderungen einzuleiten.<\/p>\n<h3><strong>Probleme und Krisen selbstverantwortlich angehen<\/strong><\/h3>\n<p>Am besten schaue ich mir einmal den Prozess der Weiterentwicklung meiner Selbstverantwortung an. Hierbei ist es strategisch von Vorteil, wenn ich von au\u00dfen herangetragene Probleme und Krisen mit meinen Erwartungen und meinen Zielen in Verbindung bringe. Was sind eigentlich Probleme und Krisen? Der in dieser Reihe bereits zitierte Verhaltenstherapeut und Personaltrainer Jens Corssen definiert die beiden Zust\u00e4nde folgenderma\u00dfen: \u201eEin Problem ist eine Situation, die ung\u00fcnstig f\u00fcr meine Erwartungen in Hinblick auf mein Ziel ist.\u201c Was ist f\u00fcr ihn eine Krise? \u201eEine Krise ist eine Situation, die l\u00e4ngere Zeit ung\u00fcnstig f\u00fcr meine Erwartungen im Hinblick auf mein Ziel ist.\u201c Ph\u00e4nomenale Definitionen, wie ich finde.<\/p>\n<p>Wo liegt hier der kleine, feine Unterschied? Wenn ich \u201eProblem\u201c und \u201eKrise\u201c denke, komme ich in die Opferhaltung, f\u00fchle mich bedroht, gerate in Ohnmacht und komme nur schwerf\u00e4llig in die Aktivit\u00e4t. Bleiben wir in der Krise h\u00e4ngen, geben wir uns unterbewusst das Alibi, nichts tun zu k\u00f6nnen und verharren in unserem Loch. Dies l\u00f6st kein innovatives Verhalten aus. Wenn ich aber \u201eung\u00fcnstige Situation\u201c, oder \u201el\u00e4ngerfristige ung\u00fcnstige Situation\u201c denke, gebe ich mir automatisch die Aufgabenstellung, dar\u00fcber nachzudenken, was \u201eg\u00fcnstiger\u201c ist und suche aktiv nach L\u00f6sungen.<\/p>\n<h3><strong>Handlungsanweisungen als Einstieg in den Prozess<\/strong><\/h3>\n<p>Kann ich es trainieren, mich nicht von \u00c4rger und Frustration leiten zu lassen, sondern in meiner Selbstverantwortung bei mir selber und damit souver\u00e4n zu bleiben? Die Antwort ist an dieser Stelle wieder ein klares \u201eJa\u201c. Bei uns im Talentcenter werden Sie \u00fcber die Wahl der richtigen Elemente in ihrem Weiterentwicklungsprozess gef\u00f6rdert und das Coaching im Einzelgespr\u00e4ch oder in der Gruppe liefert Ihnen dazu den Wegweiser.<\/p>\n<p>Hier, in der K\u00fcrze der Zeit, bleibt mir nur die M\u00f6glichkeit, Ihnen drei m\u00e4chtige Leits\u00e4tze von Jens Corssen zu nennen, die man sich genauer anschauen sollte.<\/p>\n<p><em><strong>1) \u201eWas ist, ist und wie ich es beurteile, bestimmt mein Erleben und Verhalten\u201c.<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Dieser Satz bezieht sich auf eine selbstverantwortliche Betrachtungsweise der Beispiele von oben, die uns als Macher beschreibt und nicht als Opfer.<\/p>\n<p>In engem Zusammenhang zum letzten Blog-Thema \u201eSelbstvertrauen\u201c stehen die S\u00e4tze 2 und 3.<\/p>\n<p><strong>2<\/strong><em><strong>) \u201eWas bleibt mir anderes \u00fcbrig, als alles zu geben und abzuwarten, was am Ende rauskommt?\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Hier haben wir einen klaren Bezug zum \u201einneren Spiel\u201c <a href=\"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/selbstvertrauen-und-selbstverantwortung-hand-in-hand-zum-erfolg\/\">des vorherigen Beitrags.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>3) \u201eWo ich bin, will ich sein und was ich tue, tue ich immer mit ganzem Herzen\u201c.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Dieser Satz findet besonders gute Anwendung im Berufsleben.<\/p>\n<p>Lebe und handele ich nach diesen Direktiven, gerate ich wohl kaum in die Falle, ein Opfer zu werden, also in Ohnmacht zu fallen (ohne Macht zu sein) und mich zu beschweren (im wahrsten Sinne des Wortes \u201eGewicht aufzuladen\u201c). Lebe und handele ich also nach diesen S\u00e4tzen, erhalte ich mir die Chance des aktiven Handelns. Wenn Ihnen wieder einmal danach ist, alles zu verdammen und Sie eine extrem gro\u00dfe Unlust am Tun versp\u00fcren, erinnern Sie sich einfach an diese Zeilen.<\/p>\n<p>Aber bitte verstehen Sie mich jetzt nicht falsch. Nat\u00fcrlich erledigt sich dieser Einsichtswandel nicht durch das Schnippen eines Fingers bzw. das Lesen eines Satzes. Wir reden hier, wie bereits angedeutet, \u00fcber einen l\u00e4ngeren Prozess, der Geduld, Achtsamkeit und Training erfordert und der seine Zeit braucht. Aber es handelt sich um einen Prozess, den es anzusto\u00dfen lohnt.<\/p>\n<p>Die aktuelle Pandemie ist eine Krise und es ist umso wichtiger, sich nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Dinge laufen auch zuk\u00fcnftig schief und entsprechen nicht Ihren Erwartungen. Sch\u00fctzen Sie sich und probieren Sie, diesen Prozess zu starten. Vielleicht mit dem n\u00e4chsten kalten Januarregen, in den Sie unvorhergesehen hineingeraten.<\/p>\n<p>Behalten Sie die (Selbst-)Verantwortung f\u00fcr Ihr Denken und Handeln in den eigenen H\u00e4nden. Das klingt doch nach einer sch\u00f6nen Mission f\u00fcr 2021. Finden Sie nicht? In diesem Sinne w\u00fcnsche ich Ihnen alles Gute f\u00fcr das neue Jahr!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jenscorssen.com\/publikationen\/?L=0\">Literaturtipp: Jens Corssen: \u201eDer Selbstentwickler\u00a9: Das Corssen-Seminar<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1588690545531{background-color: #d6d6d6 !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;849&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor:<\/strong> Werner Dressler startete als Jobcoach bei der TERTIA in Bergheim und ist in gleicher Funktion seit Februar 2020 bei der TERTIA in D\u00fcsseldorf t\u00e4tig. Sein Berufsleben ist gepr\u00e4gt durch Beratert\u00e4tigkeiten in den Bereichen Vertrieb und im Marketing. \u00dcber zw\u00f6lf Jahre war er als selbst\u00e4ndiger Agenturleiter t\u00e4tig. Im Talentcenter ber\u00e4t Herr Dressler Menschen bei Ihrer Berufs- und Karriereplanung. Seine Schwerpunkte: Bewerbungscoaching, Selbstpr\u00e4sentation und Kommunikation.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das neue Jahr hat begonnen und viele von uns setzen in dieses Jahr gro\u00dfe Hoffnung auf eine Verbesserung. Dabei ist jetzt schon klar, dass mindestens der Jahresauftakt noch sehr schwierig werden wird. 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