{"id":1059,"date":"2020-11-23T10:15:20","date_gmt":"2020-11-23T09:15:20","guid":{"rendered":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/?p=1059"},"modified":"2020-11-23T10:17:36","modified_gmt":"2020-11-23T09:17:36","slug":"selbstvertrauen-und-selbstverantwortung-hand-in-hand-zum-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/talentcenter.tertia.de\/duesseldorf\/selbstvertrauen-und-selbstverantwortung-hand-in-hand-zum-erfolg\/","title":{"rendered":"Selbstvertrauen und Selbstverantwortung \u2013 Hand in Hand zum Erfolg"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]In Zeiten wie diesen steht der Mensch vor der Bew\u00e4ltigung schwieriger Aufgaben. Er ben\u00f6tigt Optimismus f\u00fcr die Zukunft und (Selbst-)Vertrauen in das, was er tut. Auch braucht er eine ausgepr\u00e4gte Selbstverantwortung, die ihn vor Entmutigung und Stagnation sch\u00fctzt und ihn stattdessen handeln l\u00e4sst. Wie st\u00e4rken wir diese beiden wichtigen Eigenschaften in uns? Eine Ann\u00e4herung in zwei Teilen.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Teil I: Selbstvertrauen und das <\/strong><strong>\u201einnere Spiel\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>Kennen Sie Lebensphasen, in denen Sie sich klein, mutlos und ohne Selbstvertrauen f\u00fchlen und in denen es kein Licht am Horizont zu geben scheint? Nein, diesmal ist ausnahmsweise nicht von Corona die Rede. Diesmal geht es um Selbstvertrauen, das uns phasenweise abhanden kommt (beispielsweise durch den Verlust des Jobs) oder uns grunds\u00e4tzlich fehlt, gepr\u00e4gt durch Erziehung, Umfeld oder sonstige Einfl\u00fcsse.<\/p>\n<p>In einer Phase der Arbeitslosigkeit und dem damit verbundenen Druck, schnell wieder einen Beruf zu finden, ist es f\u00fcr den gesamten Bewerbungsprozess erheblich g\u00fcnstiger, sich als selbstbewusste Person zu pr\u00e4sentieren. Und zwar als wertvoller Mitarbeiter, an dem der potenzielle neue Arbeitgeber einfach nicht vorbei gehen kann. Aber woher dieses Selbstvertrauen nehmen und nicht stehlen? Leider fliegt uns Selbstvertrauen nicht \u00fcber Nacht durch sch\u00f6ne Tr\u00e4ume zu. Also wo holen wir uns die notwendige Portion Selbstvertrauen her und was k\u00f6nnten Methoden sein, um unser Selbstwertgef\u00fchl zu verbessern?<\/p>\n<h3><strong>Was bedeutet \u00fcberhaupt Selbstvertrauen?<\/strong><\/h3>\n<p>Gehen wir der Definition des Begriffs \u201eSelbstvertrauen\u201c einmal auf den Grund. Im allwissenden Internet finden wir eine allgemeine Definition:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSelbstvertrauen ist das \u00dcberzeugt sein von seinen F\u00e4higkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdr\u00fcckt\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: de.wikipedia.org)<\/p>\n<p>Der bekannte Personaltrainer und Verhaltenstherapeut Jens Corssen, dessen messerscharfe Analysen und Sichtweisen zu diesem Thema auch der Ausgangspunkt meiner \u00dcberlegungen in diesem Blog-Beitrag sind, findet die folgende Definition:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSelbstvertrauen ist ein Produkt aus Selbstverpflichtung und beseeltem Engagement.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: Corssen, Jens (2004): Der Selbstentwickler\u00a9: Das Corssen-Seminar, Marix Verlag.)<\/p>\n<p>Bevor ich auf diese besondere Definition zur\u00fcckkomme, schauen wir uns das Wort \u201eSelbstvertrauen\u201c einmal genau an. Der Wortsinn bedeutet einfach gesprochen \u201eIch vertraue mir selbst\u201c. Sie werden mir zustimmen, dass man nicht Psychologie studiert haben muss, um dies nachzuvollziehen.<\/p>\n<p>Ich behaupte: Wer erf\u00e4hrt, dass er sich selber vertrauen und auf sich verlassen kann, der wird sich enorm stabilisieren und sich im besten Fall dauerhaft unangreifbar machen. Gro\u00dfe Worte, aber auch eine sch\u00f6ne Vorstellung, nicht wahr ?<\/p>\n<h3><strong>Woher nehmen?<\/strong><\/h3>\n<p>Folgt man also dem Wortsinn, beginnt Selbstvertrauen mit dem Vertrauen auf sich selbst. Damit stellt sich die Frage, wie man es schafft, sich vorbehaltlos selbst zu vertrauen, also Vertrauen in sich aufzubauen. Befragt man Menschen zu diesem Thema, gibt es oft die folgenden Antworten:<\/p>\n<p><em>\u201eIch erinnere mich an das alles, was ich in der Vergangenheit schon geschafft habe und richte mich daran auf.\u201c<\/em> Sehr gut, kann man so machen.<\/p>\n<p>Oder: <em>\u201eMan nimmt sich nicht so gro\u00dfe Schritte vor, um sich leichter mit kleinen Erfolgserlebnissen beschenken zu k\u00f6nnen\u201c.<\/em> Sicher auch ein guter Weg.<\/p>\n<p>Die h\u00e4ufigste Antwort jedoch geht in die Richtung: <em>\u201eWenn ich gelobt werde und Anerkennung erfahre, ist das am besten f\u00fcr mein Selbstvertrauen.\u201c<\/em>. Auf das Berufsleben bezogen, ist damit sehr oft gemeint, die beruflichen Ziele zu erreichen bzw. die Zielvorgaben zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<h3><strong>Das \u201einnere Spiel\u201c gewinnen<\/strong><\/h3>\n<p>Hierin steckt aber eine gro\u00dfe Gefahr. Denn wer sein Selbstvertrauen nur davon abh\u00e4ngig macht, wie gut er bei anderen Menschen (auch seinen Vorgesetzten) ankommt und ob er seine beruflichen Ziele erreicht, begibt sich auf einen schmalen Grat. Es d\u00fcrfte klar sein, dass es g\u00fcnstiger f\u00fcr ein gutes Lebensgef\u00fchl ist, sein Selbstwertgef\u00fchl nicht von der Anerkennung und dem Lob Anderer (und somit auch nicht von der Zielerreichung im Beruf) abh\u00e4ngig zu machen. Diese Aussage trifft \u00fcbrigens auch eins zu eins auf das Privatleben zu.<\/p>\n<p>Jens Corssen empfiehlt daher, im Zusammenhang mit seiner Definition von Selbstvertrauen, die Strategie des \u201eSich-unabh\u00e4ngig-Machens\u201c. Ziel muss es sein, das \u201einnere Spiel\u201c zu gewinnen. Was hei\u00dft das? Das \u201einnere Spiel \u201c zu gewinnen bedeutet, sich etwas vorzunehmen und daf\u00fcr alles zu geben, was m\u00f6glich ist. Das \u201einnere Spiel\u201c zu gewinnen bedeutet, sich am Ende selber nichts vorwerfen zu k\u00f6nnen, selbst wenn das Angestrebte nicht erreicht wurde. Wichtig ist zu wissen: \u201eIch konnte mich auf mich verlassen, habe alles gegeben, bin mit mir im Reinen und letztendlich ein Gewinner.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Einspruch<\/strong><\/h3>\n<p>Auf den Beruf bezogen k\u00f6nnte man hier erwidern, dass es den Chef doch nicht interessiert, wenn ich als Mitarbeiter zwar das &#8222;innere Spiel&#8220; gewonnen, aber die Zielvorgaben \u2013 also das \u201e\u00e4u\u00dfere Spiel\u201c \u2013 dabei nicht erreicht habe. Auch hier ben\u00f6tigt man kein Studium der Psychologie, um zu erkennen: Wenn Sie f\u00fcr sich das \u201einnere Spiel\u201c gewinnen und Ihre Aufgaben mit Engagement und der von Jens Corssen beschriebenen Beseeltheit angehen, ist die Wahrscheinlichkeit, das \u201e\u00e4u\u00dfere Spiel\u201c zu gewinnen ebenfalls gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Vereinfacht gesagt: Es ist von gro\u00dfem Vorteil, Dinge die man tut, von ganzem Herzen zu tun, anstatt widerwillig und ohne Freude . Klingt logisch, oder? So erledigen Sie gleichzeitig sogar zwei Fliegen mit einer Klappe.<\/p>\n<h3><strong>Leichte \u00dcbungen zum Training<\/strong><\/h3>\n<p>Kann ich trainieren, das \u201einnere Spiel\u201c zu gewinnen? Die Antwort ist JA. Suchen Sie sich in Ihrem Alltag T\u00e4tigkeiten, die Sie kennen und die nicht zu schwer umzusetzen sind. Ein Beispiel: Sie verzichten schon mal nachmittags auf den Kaffee, vielleicht weil der Magen aufheult? Nehmen Sie sich vor, zwei Wochen keinen Kaffee zu trinken.<\/p>\n<p>Aber nehmen Sie es sich nicht nur vor, sondern machen Sie es verbindlich. Vereinbaren Sie mit sich selber einen Vertrag und halten sie ihn schriftlich fest. Unterschreiben Sie ihn. Ich meine es ernst. Gehen Sie es an. Stellen Sie sich die Situation vor, dass Sie die ersten f\u00fcnf Tage geschafft haben. Sie konnten sich auf sich verlassen! K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, dass Sie das stabilisiert?<\/p>\n<p>Bald ist dann Tag zw\u00f6lf geschafft. Ist es m\u00f6glich, wenn Sie bewusst nach dem Vertrag handeln und darauf aus sind, dieses kleine \u201einnere Spiel&#8220; f\u00fcr sich zu entscheiden, dass sie die letzten beiden Tage noch scheitern k\u00f6nnten und einen Kaffee trinken? Ich glaube nicht. Und nun stellen Sie sich vor, wie Ihnen die erste Tasse Kaffee an Tag 15 schmecken wird. Eine \u00dcbung mit Gl\u00fccksgef\u00fchl inklusive. Seien Sie sicher, die Tatsache den Vertrag eingehalten zu haben, wird Sie enorm stabilisieren.<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel: Falls Sie nicht gerade im Rheinturm arbeiten, benutzen Sie f\u00fcr einen Zeitraum, vielleicht 10 Tage, nur die Treppen. Verzichten Sie auf Aufzug und Rolltreppe. So tun Sie sogar etwas f\u00fcr die Gesundheit. Entscheidend ist, dass Sie sich auf Ihren Willen und Ihre Disziplin verlassen k\u00f6nnen. Und das baut auf.<\/p>\n<h3><strong>Holen Sie sich dort ab, wo Sie stehen<\/strong><\/h3>\n<p>Aber Vorsicht: Erstellen Sie keinen Vertrag mit Aufgaben, die zu schwierig sind. Ich spreche beispielsweise von Rauchern oder Menschen, die wegen zu vieler Kilos auf der Waage versucht sind, eine Di\u00e4t als \u00dcbung anzugehen. Keine gute Idee. Das ist psychologisch gesehen eine andere Hausnummer.<\/p>\n<p>Bringen Sie sich nicht in Gefahr, sich zu frustrieren. Haben Sie Spa\u00df dabei und holen Sie sich dort ab, wo Sie bereits stehen. Also, auf geht\u2019s. Nehmen Sie sich f\u00fcr einen Monat vor, jeden Morgen vor acht Uhr einen Apfel zu essen. Seien Sie kreativ. Probieren Sie es aus. Das Selbstvertrauen steigt, denn manchmal funktioniert menschliche Psychologie leichter als man denkt. Auch in schwierigen Zeiten, in denen Stabilit\u00e4t und (Selbst-)Vertrauen wichtiger sind, als je zuvor.<\/p>\n<p>In meinem kommenden Blog-Beitrag werde ich mich mit dem Thema Selbstverantwortung besch\u00e4ftigen und freue mich, wenn Sie wieder mit dabei sind. Falls ich Ihr Interesse an dem Thema geweckt habe und Sie Lust auf mehr haben, lege ich Ihnen folgenden Literaturtipp ans Herz: <a href=\"http:\/\/www.jenscorssen.com\/publikationen\/?L=0\">Jens Corssen: \u201eDer Selbstentwickler\u00a9: Das Corssen-Seminar<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1588690545531{background-color: #d6d6d6 !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image image=&#8220;849&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>\u00dcber den Autor:<\/strong> Werner Dressler startete als Jobcoach bei der TERTIA in Bergheim und ist in gleicher Funktion seit Februar 2020 bei der TERTIA in D\u00fcsseldorf t\u00e4tig. Sein Berufsleben ist gepr\u00e4gt durch Beratert\u00e4tigkeiten in den Bereichen Vertrieb und im Marketing. \u00dcber zw\u00f6lf Jahre war er als selbst\u00e4ndiger Agenturleiter t\u00e4tig. Im Talentcenter ber\u00e4t Herr Dressler Menschen bei Ihrer Berufs- und Karriereplanung. Seine Schwerpunkte: Bewerbungscoaching, Selbstpr\u00e4sentation und Kommunikation.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]In Zeiten wie diesen steht der Mensch vor der Bew\u00e4ltigung schwieriger Aufgaben. Er ben\u00f6tigt Optimismus f\u00fcr die Zukunft und (Selbst-)Vertrauen in das, was er tut. Auch braucht er eine ausgepr\u00e4gte Selbstverantwortung, die ihn vor Entmutigung und Stagnation sch\u00fctzt und ihn stattdessen handeln l\u00e4sst. Wie st\u00e4rken wir diese beiden wichtigen Eigenschaften in uns? 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